Bodenseetagung in Gästehaus St. Theresia in Eriskirch vom 10.-13. Oktober 2017

 

Wir haben einen Traum! „Träume sind mehr als Schäume, sie tragen den Keim des Aufbruchs!“

 

Zum ersten Mal nach Fischbach im neuen Tagungshaus in Eriskirch fühlten wir uns von Anfang an

sehr wohl im Haus, in den Räumlichkeiten, im Garten und der schönen Umgebung des Gästehauses

St. Theresia in Eriskirch-Moos. Wir, das waren 20 Pfarrfrauen aus der ganzen Landeskirche, die

sich 10 Minuten entfernt vom traumhaften Bodensee bei traumhaftem Wetter eingelassen haben auf

das Thema: Wir haben einen Traum! „Träume sind mehr als Schäume, sie tragen den Keim des

Aufbruchs!“

Wir haben Lebensbilder von Menschen kennengelernt, die mit ihren Träumen die Welt verändert

haben. Sie träumten nicht nur ihr Leben, sondern lebten ihren Traum und das war für viele andere

Menschen und Generationen der Keim des Aufbruchs in ein neues Denken und Handeln.

„I have a Dream!“ - Wer kennt sie nicht, diese Worte von Martin Luther King, 1963 bei seiner

berühmten Rede in Washington. Dieser Traum von Frieden, Gleichheit und Gerechtigkeit für das

Zusammenleben von Menschen aller Rassen, Religionen und Hautfarbe. Sie haben viele Menschen

tief beeindruckt und geprägt und in Bewegung gesetzt für Veränderungen. Sein Namenspatron

Martin Luther hatte vor 500 Jahren einen Traum, der nicht nur sein eigenes Leben völlig auf den

Kopf gestellt hat, sondern mit dem die Reformation der Kirche begann. Und auch von Franz von

Assisi wird berichtet, dass er im Traum von Jesus den Auftrag bekam: „Baue meine Kirche wieder

auf!“ Seit dem 12. Jahrhundert bis heute ist sein Aufruf, dem Vorbild Jesu nachzufolgen, tätige

Nächstenliebe zu üben und für die benachteiligten und von der Gesellschaft ausgestoßenen

Menschen zu sorgen, nicht nur für den Franziskanerorden ein Vorbild.

Auch Ferdinand Graf von Zeppelin, der vor 100 Jahren gestorben ist, hat seinen Traum vom Fliegen

gegen viele Widerstände und Rückschläge verwirklicht. Anlass genug, seine Lebensgeschichte zu

 erfahren und bei wunderbarem Wetter einen Ausflug nach Friedrichshafen und ins dortige Zeppelin-

Museum zu machen. Die Führung war spannend und hat bei aller Technik auch uns Frauen begeistert.

 

Träume spielen aber auch in der Bibel an vielen Stellen entscheidende Rollen, sowohl im Alten als

auch im Neuen Testament. Besonders intensiv haben wir uns mit dem Traum der Frau des Pilatus

beschäftigt und im Abschlussgottesdienst mit Jakobs Traum von der Himmelsleiter. Und nicht

zuletzt ging es immer wieder in Gesprächen und Austausch um unsere eigenen Träume:

Lebensträume, die schon verwirklicht wurden oder noch in uns als Wünsche und Sehnsüchte

wohnen. Vielleicht als Keim eines neuen Aufbruchs? Ein Quizabend passend zum Thema hat nicht

nur Wissen abgerufen und erweitert, sondern sehr viel Spaß gemacht.

Durch die ganzen vier Tag zog sich ein „wolliger“ Faden, wer wollte, konnte einen „Woll-Traum“

erstellen, mit dicken Stricknadeln entstanden luftig leichte traumhafte Schals. Und ein Lied von

Reinhard Börner, einem Wilhelmsdorfer Liedermacher, das es noch nicht einmal offiziell zu kaufen

gab, begleitete uns und vertiefte unser Thema ungemein: „Träume nicht dein Leben, lebe deinen

Traum“! Zum Abschied gab es einen Traumkalender , der uns im nächsten Jahr immer wieder

erinnern wird an die schönen gemeinsamen Tage und die Träume, die gelebt werden wollen.