Wander- und Kulturtag auf der Ostalb (03.05.2014)

Dass es auf der Ostalb „einen Kittel kälter“ ist als anderswo, das bekamen die 16 württembergischen Pfarrfrauen, die sich am Samstag, 3. Mai, aus allen Gegenden der Landeskirche in Richtung Herbrechtingen auf den Weg gemacht hatten, leibhaftig zu spüren.

Schon beim Start im Archäopark Vogelherd bei Niederstotzingen, wo die Gruppe die Fundstätte von Mammut-, Löwen – und Pferdeskulpturen (alle kaum so groß wie ein kleiner Finger) besichtigte, konnte man ahnen, dass ein Leben in der Höhle, nur in Fellkleidung, nicht immer nur gemütlich gewesen sein konnte. Um so größer der Respekt vor den Kulturleistungen unserer frühen Vorfahren, die unter diesen unwirtlichen Bedingungen nicht nur überlebten, sondern auch noch die frühesten bekannten Schnitzereien aus Mammutelfenbein fertigten.

Kundig und kurzweilig geführt von Frau  Schestag durchstreiften die Frauen den Park, der einlädt, an verschiedenen Stationen aktiv zu werden. Leicht durchgefroren genossen wir anschließend in der Eselsburg das Mittagessen. Von da ging es zu Fuß weiter ins Naturschutzgebiet Eselsburgtal. Die Gedanken beschäftigten sich mit dem Thema „Heimat“, die Füße und alle Sinne genossen einen wunderschönen Waldweg im ersten frischen Grün. 

Als dritte Station erwartete uns das „Mühlrad“ und der nahe gelegene Biobauernhof der Familie Bosch. Dort lernten wir viel über die Freuden, aber auch Probleme einer konsequent geführten biologischen Landwirtschaft mit Milchviehhaltung und Gemüsevermarktung. Im gegenüber gelegenen „Mühlrad“ wurden wir mit einem liebevoll gedeckten Kaffeetisch erwartet.

Begleitend zeigte uns das Ehepaar Ludewig eine Bilderschau über die Richtlinien und das Leben in der christlichen Gemeinschaft, die zum Teil seit 25 Jahren miteinander lebt und arbeitet und auch Menschen aufnimmt, die im harten Alltagsleben gestrandet sind und neue Startchancen bekommen sollen.

Da fast alle Frauen  noch einen relativ weiten Heimweg hatten, drängte die Zeit. Aber die vielfältigen Erlebnisse und Eindrücke dieses Tages werden noch lange nachklingen. Allen , die den Tag geplant und vorbereitet haben, noch einmal ein herzliches Dankeschön!                                                                           

Brigitte Koring