30 Pfarrfrauen treffen sich in Schwäbisch Hall

Bereits zum 4. Mal waren über 30 Pfarrfrauen aus Württemberg miteinander unterwegs. Dieses Jahr trafen sich die Teilnehmerinnen in Schwäbisch Hall.

 

Geführt und informiert von Frau Bärbel Haug, der Frau des derzeitigen Dekans in Hall, starteten wir den Tag auf der großen Treppe vor der Kirche St. Michael. Diese 53 Treppenstufen sind seit 1953 Bühne für die sommerlichen Festspiele. Danach besichtigten wir die romanisch-gotische Kirche. in der Johannes Brenz 1522 die Reformation eingeführt hat. Er war im Alter von 23 Jahren vom Rat der freien Reichsstadt dazu berufen worden.

 

Nach der Besteigung des Kirchturms konnten wir den Blick über die verwinkelten. engen und sehr: malerischen Gässchen der Altstadt schweifen lassen. die anschließend in einem steten auf und ab auch begangen werden konnten.

 

Nach einer individuell gestalteten Mittagspause, in der viele der Kunsthalle Würth mit der Ausstellung von Nicki de St. Phalles einen Besuch abstatteten, ging es in einem 30minütigen Spaziergang zur großen Comburg.

 

Dieses Ensemble, das die Gräfin von Comburg-Rothenburg im Jahr 1078 von einer mittelalterlichen Burg zum Benediktinerkloster umwandelte, ist ein Bauwerk. das seit seiner Erbauung immer in Benutzung war und nie zerstört wurde. 1488 wurde es in ein Chorherrenstift umgewandelt und 1803 im Rahmen der Säkularisierung unter Napoleon fiel es an das Haus Württemberg. Zunächst dienten die Räumlichkeiten als Wohnanlage für dienstunfähige Mitglieder des württembergischen Ehreninvalidencorps und ihre Familien.

 

1947 wurde die Akademie für Lehrerfortbildung gegründet und auf der Comburg beheimatet. Dort wurden wir zu Kaffee und Kuchen erwartet und konnten uns nach dem Fußmarsch stärken. Es folgte eine interessante und kurzweilige Führung durch die jahrhundertealte Baugeschichte der Burg und ihrer Kunstschätze.

 

Nach dem Rückweg ließen wir den Tag ausklingen in einem Restaurant hoch über den Dächern von Schwäbisch Hall mit einem herrlichen Blick auf die Comburg.

 

Zwischen den gut organisierten und vorbereiteten „lnformationseinheiten“ war viel Zeit zum Gespräch und auch zur Entspannung. Pfarrfrauen jeder Altersgruppe waren vertreten und es fand ein reger Austausch statt über die Sorgen und Nöte aber auch über die Freuden und das Schöne. die das Leben in einem Pfarrhaus mit sich bringt.

 

Diese wohldosierte Mischung machte den Tag zu einer rundum gelungenen Auszeit vom Alltag.