Eines Tages ein Regenbogen - Die Trauer mitnehmen in ein neues Leben

Neue Teilnehmerinnen, v.l. Gertraude Kirchner, Dora Bresch, Gertud Wallentin, Rita Raiser, Helene Spaltner, Anneliese Gugeler, Rosemarie Mayer, Irene Dilger, Margret Birkenmaier (Ute Eckle fehlt auf dem Bild)

Neue Teilnehmerinnen, v.l. Gertraude Kirchner, Dora Bresch, Gertud Wallentin, Rita Raiser, Helene Spaltner, Anneliese Gugeler, Rosemarie Mayer, Irene Dilger, Margret Birkenmaier (Ute Eckle fehlt auf dem Bild)

Gemeinsames Erleben verbindet die 60 Frauen im Alter von 65 – 97 Jahre, die beim jährlichen Treffen der Pfarrwitwen vom 30. April. – 1. Mai im Tagungshotel am Schlossberg der Ev. Diakonieschwesternschaft in Herrenberg waren.

Die dunklen Tage der Trauer beim Tod ihres Ehemanns mussten alle Frauen durchschreiten. Bei einigen ist das schon 20 oder gar 30 Jahre her, bei anderen, die zum ersten Mal dabei waren, ist es erst ein Jahr oder einige Monate her. Trauer ist kein statischer Zustand, sie kommt wann sie will und geht wann sie will, manchmal hört sie nie auf. Aber auch mit der Trauer kann ein neues Leben beginnen. 

In vielen Gesprächen untereinander kam das deutlich zum Ausdruck.   Frau Dr. theol. Angelika Daiker, Pastoralreferentin und Leiterin des Hospiz St. Martin in Stuttgart nahm uns in ihrem Referat total gefangen: „Eines Tages ein Regenbogen“ 

Die Trauer mitnehmen in ein neues Leben Der Regenbogen ist ein Symbol der Hoffnung dafür, dass wir die Trauer in ein neues Leben mitnehmen können. Frau Daiker stellte uns den Verlauf der Trauer in 4 Bildern vor (nach Ruth Mareike Smudin): Schleusenzeit, Januszeit, Labyrinthzeit , Trauerzeit. In den sich anschließenden Gesprächsgruppen wurde spannend und emotional diskutiert.

Einige Teilnehmerinnen ließen uns an berührenden Erlebnissen und schweren Zeiten ihres Trauerwegs teilnehmen. Wir waren so stark betroffen, dass manche Frauen ihre Tränen nicht zurückhalten konnten. Frau  Daiker wertete die Gruppengespräche noch aus und beendete den Tag mit einem Gebärdengebet, das in einen Tanz durch die Mutterhauskirche mündete -  ein heiterer und dankbarer Abschluss nach bedrückendem Thema. 

Die geistliche Ausrichtung  durch  Pfarrer Günter Knoll verlieh der Tagung eine besondere Tiefe. Beeindruckend waren auch die niveauvollen Programm-Beiträge der Pfarrwitwen Ursula Bender, Irmgard Stribel und Dorle Weiss.  

Das Lachen und der Humor kamen  auch nicht zu kurz. Bei den Mahlzeiten wurde gelacht und viele Erlebnisse ausgetauscht. (Alle redeten gleichzeitig! Das können nur wir Frauen!)  Beim festlichen Abend wurde die gute Stimmung durch das Wortkino „Dein Theater“ noch übertroffen. Gereimtes und Ungereimtes von Wilhelm Busch kam zur Aufführung, Szenen aus dem Leben von Wilhelm Busch und vor allem: Max und Moritz – herzerfrischend. 

Vielen Dank an das Leitungsteam, das diese Tagung vorbereitet und geleitet sowie die 10 Frauen, die zum ersten Mal dabei waren, so liebevoll aufgenommen hat. Die Gemeinschaft der Pfarrwitwen in Herrenberg gab uns neue Kraft, unsere Trauer mit Gottes Hilfe in ein neues Leben mitzunehmen.  

Gertrud Wallentin, Hildrizhausen               

Die drei ältesten Teilnehmerinnen: Thus Schubert, 96 J., Lydia Pfeiffer 92 J., Erika Kraft 97 J.

Die drei ältesten Teilnehmerinnen: Thus Schubert, 96 J., Lydia Pfeiffer 92 J., Erika Kraft 97 J.