Wie erhalten und gestalten Pfarrfamilien Freundschaften?

Besuch in der Hagnauer Kirche

Freunde und Freundinnen sind die beste Medizin im Leben und machen glücklich – dem stimmten die rund zwanzig Teilnehmerinnen der Pfarrfrauentagung in Fischbach vom 3. bis 6. Oktober 2011 vorbehaltlos zu. Alles drehte sich in den vier Tagen um das Thema Freundschaft und die spezielle Situation von Pfarrfamilien, die immer wieder an neue Orte ziehen und Freunde zurücklassen müssen.

 

Die Teilnehmerinnen erinnerten sich an die erste „dicke“ Freundin in der Schule, trauerten um Beziehungen, die irgendwann im Sande verliefen, entdeckten spannende Freundschaften in der Bibel wie etwa zwischen den beiden Schwangeren Maria und Elisabeth oder zwischen Ruth und Noomi, die sich als Witwen beistanden und auf Augenhöhe miteinander lebten. Wo die eine hinwollte, da zog es auch die andere hin. Freundschaften zwischen Menschen wurden beleuchtet, aber auch die Freundschaft zu Gott, der in Jesus von Nazareth seine tiefe Liebe zu den Menschen zeigte.

 

Das Vorbereitungsteam entfaltete wieder seine große Kreativität und seinen Ideenschatz, angefangen bei den Morgenandachten am See, den Referaten, der Gottesdienstgestaltung bis hin zu einer Wanderung mitten durch die Weinberge und einem Besuch in der Hagnauer Kirche, die jedes Jahr um Erntedank einen kunstvollen Teppich aus Früchten präsentiert. Hagnauer Frauen haben ihn gestaltet mit Hunderten von Äpfeln, Zwiebeln, Kartoffeln, Reiskörnern, Bohnen und vielem anderen mehr. Ein Themenfeld des Teppichs beschäftigt sich mit den einzelnen Lebensstationen, wo es heißt: „Der Mensch kann nur glücklich werden in der Gemeinschaft.“

 

Andrea Scholz-Rieker

Fröhliches Eisessen am See