10 Pfarrfrauen und knapp 25 Kinder auf dem eigentlich ruhigen Schloss Beilstein – Leben war angesagt!

Dank der guten Kinderbetreuung konnten die Frauen sich ausführlich mit dem Thema: „Wie viel Pfarrhaus braucht die Gemeinde?“ beschäftigen.

Marie-Luise Buchholz, Pfarrfrau und lange Jahre Vorsitzende des Pfarrfrauendienstes legte als Gesprächsimpulse verschiedene Beiträge unterschiedlicher Pfarrfrauen aus mehreren Generationen vor und gab einen Überblick über die 500 jährige Geschichte der Pfarrfrau.

Pfarrfrau – mehr als ein Ehrenamt, ein Eheamt. Gemeinsamkeiten zur „ersten“ Pfarrfrau, die „katholisch“ war, wurden entdeckt. So wie Katharina von Bora zum Lebensunterhalt der Familie beitrug, so sind auch heute wieder viele Pfarrfrauen berufstätig (was vom Oberkirchenrat inzwischen begrüßt wird) und müssen sich persönlich entscheiden, ob sie die Aufgaben, die eine Gemeinde an die Frau heranträgt, als inzwischen durch die moderne Zeit überholt ansieht oder sie eben gerade auf Grund der langen Tradition weiterführen will.

 

Die Kinder genossen es währenddessen, den Schlossgarten unter Wasser zu setzten, bevor der Himmel seine Schleusen öffnete und schlossen neue Freundschaften, kamen aber teilweise aber zu dem Ergebnis, dass es ja ganz einfach ist, die neu gewonnenen Freunde wiederzufinden. „Mama, wenn das alles Pfarrfrauen waren, dann ist es ja ganz einfach: Die Kinder wohnen ja dann alle in Pfarrämtern, dann muss ich nur den Ort wissen und dann weiß ich, wo die Luisa wohnt.“

 

Und falls es mit einem Besuch am Heimatort nicht klappt, bleibt die Aussicht auf ein Wiedersehn: „Bis nächstes Jahr in Beilstein!“